Nachtschreck Baby – was du tun kannst

Beim Nachtschreck handelt es sich um Schlafstörungen, von denen vor allem Kinder ab zwei Jahren betroffen sind. Doch auch im Säuglingsalter kann es bereits passieren, dass das Kind nachts wild um sich schlägt oder kreischend im Bett sitzt.

Dein Baby ist vom Nachtschreck betroffen? Wie du am besten damit umgehst, erfährst du hier.

Nachtschreck – was ist das?

Bei einem Nachtschreck (lat. Pavor Nocturnus) „erwacht“ ein Kind in der Nacht und schreit, weint oder schlägt um sich. Es ist dabei nicht wirklich wach, obwohl seine Augen offen sind. Das Kind wirkt nervös, ängstlich oder verwirrt. Es reagiert nicht, wenn es von den Eltern angesprochen wird.

Weitere Infos zum Nachtschreck auf Wikipedia

Wie lange dauert der Nachtschreck an?

Ein Nachtschreck tritt meist ca. 2 Stunden nach dem Einschlafen ein. Er dauert ungefähr zwischen 5 bis 20 Minuten. Dann erwacht das Kind aus dem Anfall und schläft in der Regel normal weiter.

Unterschied zu Alpträumen

Zu einem Alptraum kommt es während der Traumphase. Diese bleibt beim Nachtschreck aus.

An den Alptraum können sich Kinder meist erinnern. Sie suchen dann die Nähe zu den Eltern und lassen sich von ihnen beruhigen. Beim Nachtschreck reagieren die Kinder dagegen nicht auf ihre Bezugspersonen oder Umgebung. Sie sind praktisch nicht ansprechbar.

Nachtschreck Ursachen

Viele Wissenschaftler gehen davon aus, dass das Gehirn des Kindes Probleme damit hat, von der Tiefschlafphase in die Traumphase zu wechseln. Das zentrale Nervensystem gilt bei betroffenen Kindern als noch nicht vollständig ausgereift. Es reagiert entsprechend überfordert beim Übergang von der einen in die andere Schlafphase.

Tipps: Was tun?

Wir haben uns bei verschiedenen Eltern mit Nachtschreck Baby Erfahrungen umgehört, wie sie mit den Schlafstörungen umgegangen sind. Daraus können wir folgende Tipps ableiten.

So reagierst du, wenn dein Baby unter einem Nachtschreck leidet:

  1. So schnell wie möglich zum Kind eilen, wenn es mitten in der Nacht schreit. Nicht längere Zeit einfach schreien lassen!
  2. Dabei stets selbst Ruhe ausstrahlen. Leichter gesagt als getan, wenn das Kind schreit und nicht ansprechbar ist. Trotzdem versuchen.
  3. Licht im Zimmer einschalten. Das hilft, damit der Säugling sich orientieren kann und in den Wachzustand zurückfindet.
  4. Bewährte Tricks anwenden, mit denen sich dein Baby beruhigt: Sprechen, damit es deine Stimme erkennt, durch das Zimmer tragen etc.

Es sei dir empfohlen, so lange bei deinem Kind zu bleiben, bis es wieder weiterschläft. Nach einem Nachtschreck verläuft der Rest der Nacht im Normalfall deutlich ruhiger.