Baby weint im Schlaf: Ursachen & Hilfe

Für viele Eltern ist es schwer zu ertragen: Ihr Baby weint im Schlaf.

Warum bei vielen Kindern während der Bettruhe die Tränen kullern und was Eltern dann tun können, zeigen wir in diesem Artikel.

Warum weint mein Baby im Schlaf?

Die Ursachen können verschieden sein. Häufig treten die folgenden auf:

Es hat einen Alptraum

Die Schlafforschung ist sich uneinig darüber, ob Säuglinge bereits Alpträume haben können. Unstrittig ist jedoch, dass sie Ereignisse und Eindrücke vom Tag auch im Schlaf verarbeiten. Denkbar ist also, dass ein Baby nach einem stressigen Tag unruhigere Träume hat.

Es durchlebt einen Nachtschreck

Der Nachtschreck zählt zu den bekanntesten Schlafstörungen, die auch schon bei Säuglingen eintreten kann. Mehr Infos dazu findest du in unserem Artikel zum Thema Nachtschreck Baby.

Es hat Bauchweh oder andere Schmerzen

Blähungen, Bauchschmerzen, Fieber oder vielleicht sogar Erkrankungen können ebenfalls Ursache dafür sein, dass das Baby während dem Schlafen weint. Häufig wissen die Eltern aber bereits bevor ihr Kind schläft, dass es unter entsprechenden Schmerzen leidet. Es ist dann im Einzelfall abzuwägen bzw. mit einem Arzt abzustimmen, wie man beim Weinen im Schlaf am besten reagiert.

Es bekommt erste Zähne

Etwa um den 6. Monat herum bekommen viele Babys ihren ersten Zahn. Dann sind die Kleinen häufig leicht reizbar und leiden oft unter unruhigem Schlaf. Das kann sich auch mal durch Weinen äußern.

Es hat eine volle Windel

Dieser Punkt mag banal erscheinen. Dennoch ist es ein relativ häufiger Grund für Unruhe und Weinen beim Schlaf. Selbst wenn du erst vor einer halben Stunde die Windel gewechselt hattest, so kann sie zwischenzeitlich schon wieder voll sein. Und verständlicherweise ist das vielen Kindern unangenehm. Sie weinen dann, ohne wirklich aufzuwachen.

Nicht selten sind die Gründe für das nächtliche Weinen also harmlos. Oft dauert das Heulen nicht besonders lange – das Kind wacht nicht mal auf, sondern schläft normal weiter.

Was hilft, wenn das Kind im Schlaf weint

Viele Eltern reagieren sehr aufgeregt, wenn ihr Baby plötzlich im Schlaf schreit oder heult. Oft reicht es auch schon, wenn das Kind sanft jammert, wimmert oder schluchzt, damit bei Mama und Papa die Alarmglocken angehen. Die meisten Eltern reagieren dann so, dass sie ihr Baby aufwecken und versuchen zu beruhigen.

Doch hier sollte man nichts überstürzen: Solange das Kind nicht von selbst wach wird und bis auf das Weinen keine weiteren Auffälligkeiten auftreten, kann man es in der Regel einfach weiterschlafen lassen. Die Chancen sind hoch, dass es sich von alleine beruhigt.

Weckt man es dagegen auf, könnte das „plötzliche aus dem Schlaf reisen“ dafür sorgen, dass das Kind noch aufgeregter wird und erst recht einen Heulanfall bekommt.

Gänzlich alleine lassen muss man sein weinendes Baby natürlich nicht. Man kann es weiterschlafen lassen und …

  • streicheln
  • ihm leise zuflüstern
  • die Hand auf seinen Brustkorb legen

Das Kind kann die Nähe der Eltern auch im Schlaf spüren und bekommt durch deren Stimme, Geruch und Körperkontakt ein Gefühl von Geborgenheit.

Wann du zum Kinderarzt gehen solltest

Dein Baby schreit nachts regelmäßig? Sobald das Weinen im Schlaf öfters eintritt, solltest du mit ihm zum Arzt gehen.

Der Kinderarzt kann prüfen, ob dein Kind unter Schmerzen leidet oder irgendwelche Erkrankungen hat.

Ein Check lohnt sich. Auch wenn sich herausstellt, dass dein Baby wohlauf ist, kannst du dir vom Doktor Tipps geben lassen, wie du mit dem Weinen am besten umgehst.