Dein Baby schreit und lässt sich einfach nicht beruhigen?

Du weißt nicht, warum?

Und langsam bist du mit den Nerven am Ende?

Dann bist du hier genau richtig. Auf unserer Seite findest du hilfreiche Tricks, um deinen Säugling zu beruhigen.

Direkt zum Ratgeber Endlich Schlaf für Ihr Baby *

Übersicht

Sofort Hilfe
Baby beruhigen – die 20 besten Tricks
Elementare Bedürfnisse stillen
1.Kuscheln und Schmusen
2.Windel wechseln
3.Stillen / Flasche geben
4.Klamotten wechseln
Stimme, Musik & Geräusche effektiv einsetzen
5. Musik abspielen
6. Ruhiges Sprechen
7. „Shhhh“ summen
8. Hintergrundgeräusche anmachen
9. Reize reduzieren
Verwöhnen & Ablenken
10. Massieren
11. Bad einlassen
12. Routine durchbrechen
13. In den Kinderwagen legen
14. Schnuller geben
15. Wickeltechnik: Pucken
Umgebung anpassen
16. Außenwelt optimal gestalten
17. Raum wechseln
18. Rückzugsort aufsuchen
Unterstützung suchen
19. Bezugspersonen durchwechseln
20. Arzt aufsuchen
Baby beruhigen durch einen wundersamen Griff?
Präventive Maßnahmen ergreifen – damit dein Kind gar nicht erst schreit
Schreiendes Baby beruhigen

Baby lässt sich nicht beruhigen: Sofort Hilfe

Dein Kind brüllt und brüllt – seit Stunden. Hier eine kleine Anleitung mit Tipps, wie du jetzt reagieren solltest.

1. So blöd das klingen mag, aber: erstmal tief durchatmen und Ruhe bewahren. Denn deine Aufregung färbt auf dein Kind ab. Vermeide es, ihm gegenüber gestresst aufzutreten. Während es schreit, ist auch nicht der richtige Zeitpunkt um in Selbstzweifel zu verfallen.

2. Gehe zum Kinderarzt und lass ihn untersuchen, ob dein Baby krank ist oder Schmerzen hat. Möglicherweise findet der Arzt die Ursache für das exzessive Schreien und kann dein Kind behandeln.

3. Wenn Krankheit und Schmerzen ausgeschlossen werden können: Lies dir die 20 Tricks zum Baby beruhigen durch. Entscheide dich am besten für einen Tipp, den du anwenden möchtest. Denn zu viel verschiedene Tricks hintereinander ausprobieren könnte nur für noch mehr Unruhe und Hektik sorgen.

Baby beruhigen – die 20 besten Tricks

Du frägst dich …

Wie kann ich mein Baby beruhigen?

Zunächst einmal sei dir gesagt: Du bist nicht allein!

Viele Eltern kennen das Problem – ihr Baby lässt sich einfach nicht beruhigen. Es schreit abends plötzlich hysterisch los und raubt Mama und Papa den Schlaf. Andere Kinder haben ihre Wein- und Schreianfälle auch am helllichten Tag.

Bist du bereits an dem Punkt, dass dich das Schreien extrem belastet, empfehlen wir dir: Lege dein Baby kurz in seinem Bettchen ab oder übergebe es deinem Partner. Verlasse den Raum für einen Moment und atme ruhig durch. Bist du dann entspannter, kannst du zurückkommen und ein oder zwei Beruhigungs-Tipps ausprobieren.

Dabei soll dich die folgende Liste unterstützen – mit 20 wirksamen Tricks, um ein schreiendes Baby zu beruhigen.

Wir wünschen dir viel Erfolg damit und eine ruhige Nacht!

Elementare Bedürfnisse stillen

Manchmal quengelt dein Kind aus ganz „banalen“ Gründen, die du in der Stresssituation vielleicht gar nicht auf dem Schirm hast.

Elementare Bedürfnisse stillen - zum Beispiel Windel wechseln

1. Kuscheln und Schmusen

Dein Kind ist „neu“ auf der Welt und muss sich erstmal zurechtfinden. Gerade in den ersten drei Lebensmonaten hat es daher ein besonders starkes Bedürfnis nach Liebe und Zuneigung. Wahrscheinlich wird dein Baby schon dadurch ruhiger, wenn es deine Nähe spürt. Beim Kuscheln kann es dich riechen, hören, deine Wärme spüren … das Gefühl von Vertrautheit und Geborgenheit sorgt häufig für einen Beruhigungseffekt.

2. Windel wechseln

So manches Kind möchte sofort gewickelt werden, wenn seine Windel voll ist. Manchmal sitzt die Windel auch zu eng oder zwickt. Wenn du die Windel anschaust, bemerkst du eventuell auch Rötungen am Po – dann hilft Zinksalbe.

3. Stillen / Flasche geben

Das Entdecken der Welt ist für dein Baby ganz schön anstrengend und macht hungrig. Manchmal möchte es durch sein Schreien mitteilen, dass mal wieder eine Portion Muttermilch fällig wäre. Bei Wachstumsschüben quengeln Kinder besonders stark und häufig nach Nahrung.

4. Klamotten wechseln

Dein Baby schreit womöglich deshalb, weil es entweder zu warm oder zu leicht angezogen ist. Wenn die Kleidung zu warm ist, merkst du das am einfachsten, wenn du Schweiß an seinem Nacken fühlst. Dann heißt es Klamotten ausziehen. Ist der Nacken dagegen kalt, empfiehlt sich das Aufstocken um eine weitere Kleidungsschicht.

Viele weitere Tipps findest du im Ratgeber Endlich Schlaf für Ihr Baby *

Stimme, Musik & Geräusche effektiv einsetzen

Dein Kind hört dich und seine Umgebung. Mache dir das zu Nutze, um es zu beruhigen.

Musik und Geräusche zur Beruhigung einsetzen

5. Musik abspielen

Babys lieben Musik! Ideal sind bspw. CDs mit Einschlafliedern. Alternativ kannst du deinem Kind auch selber etwas vorsingen. Egal wie talentiert du bist – dein Baby hört deine Stimme gerne.

6. Ruhiges Sprechen

Apropos deine Stimme: Wenn Singen überhaupt nicht dein Ding ist, kannst du auch ganz normal mit deinem Kind reden. Wenn du seine Aufmerksamkeit durch deine ruhigen Worte gewinnst, wird es schnell ruhiger. Was du deinem Baby dabei erzählst, dürfte ihm herzlich egal sein.

7. „Shhhh“ summen

Während du dein Baby auf dem Arm schaukelst, sagst du mit ruhiger Stimme „Shhhh“. Viele Kinder beruhigen sich wie magisch durch dieses spezielle Summen.

8. Hintergrundgeräusche anmachen

Sei es das Dröhnen eines Föhns, das Rotationsgeräusch einer Waschmaschine oder der Zeigerschlag einer Wanduhr: Monotone Geräusche im Hintergrund können dabei helfen, dass dein Kind zur Ruhe kommt. Denn während der Zeit im Bauch haben sich Babys an eine permanente Geräuschkulisse durch Verdauung und Herzschlag gewöhnt.

9. Reize reduzieren

Manchmal kann es aber auch zu viel des Guten sein: Zu laute Geräusche durch den Fernseher oder aufgeregte Musik aus dem Radio können dein Baby beunruhigen. Wenn du merkst, dass die Atmosphäre gerade hektisch ist, solltest du dein Kind hiervor schützen und einen ruhigeren Ort aufsuchen. Nicht nur Geräusche können dein Baby stören, es kann bspw. auch zu grelles Licht oder die Kälte im Raum sein.

Verwöhnen und Ablenken

Diese Tipps sorgen für Entspannung und Ablenkung, sodass dein Baby vom Stress abschalten kann und runter kommt.

Verwöhnen und Ablenken

10. Massieren

Teste eine Massage. Wir schreiben bewusst „testen“. Manche Babys entspannen sich total, wenn sie mit etwas Öl oder einer Creme sanft auf dem Rücken, Bauch oder an den Beinen gestreichelt werden. Andere Kinder reagieren dagegen noch aufgeregter als davor.

11. Bad einlassen

Auch beim Baden gilt: Auf manche Kinder wirkt es beruhigend, andere regt es eher auf. Also einfach mal ausprobieren. Beim Badewasser darauf achten, dass es warm, aber nicht zu heiß ist.

12. Routine durchbrechen

Ist dein Baby schon älter, lässt es sich womöglich ablenken, indem du bspw. Grimassen schneidest oder wie eine Katze miaust. Vielleicht vergisst es dadurch sogar, worüber es sich eben noch aufgeregt haben.

13. In den Kinderwagen legen

Manche Babys entspannen sich, wenn man sie in den Kinderwagen legt und spazieren fährt. Das rappeln über Stock und Stein und die Geräusche in der Natur können beruhigen wirken. Einige Kinder bevorzugen es, im Tragetuch durch die Gegend getragen zu werden.

14. Schnuller geben

Manche Babys beruhigen sich, wenn sie etwas zum Nuckeln kriegen. Durch das Saugen an einem sauberen Finger oder einem Schnuller können sie sich entspannen. Du musst dir allerdings bewusst sein: Gewöhnst du deinem Kind einen Schnuller an, musst du ihm diesen eines Tages wieder abgewöhnen.

15. Wickeltechnik: Pucken

Schonmal vom Pucken gehört? Es handelt sich um eine Wickeltechnik, bei der du dein Baby in Tücher bzw. in ein spezielles Pucktuch einbindest. Seine Arme und Beine kann es dadurch nur begrenzt bewegen. Zahlreiche Fachleute attestieren dem Pucken eine beruhigende und schlaffördernde Wirkung. Bevor du jedoch los wickelst: Die richtige Technik dafür solltest du dir am besten von einer Hebamme erklären lassen.

Umgebung anpassen

Was um dein Baby herum passiert, kann schnell zu viel werden. So findest du das richtige Maß bzw. einen Ausgleich zum Trubel:

Babybett

16. Außenwelt optimal gestalten

Bedenke: Dein Kleines ist nun seit ein paar Tagen, Wochen oder Monaten auf der Welt. Davor war es in Mamas Bauch. Da war es warm und Mamis Herzschlag war den ganzen Tag über zu hören. Jetzt ist alles anders. Sorge also dafür, dass du die Umgebung so bequem wie möglich für dein Kind gestaltest.

Ruhige Nächte mit dem Ratgeber Endlich Schlaf für Ihr Baby *

17. Raum wechseln

Ein Umgebungswechsel wirkt ebenfalls manchmal Wunder. Oft reicht es schon, wenn du mit deinem Baby in ein anderes Zimmer gehst. 

18. Rückzugsort aufsuchen

War heute ein anstrengender Tag mit vielen Besuchern und Trubel? Manche Kinder sind danach so erschöpft, dass sie wunderbar einschlafen. Andere sind dagegen total überdreht und können aufgrund der Aufregung und zahlreichen neuen Eindrücke keine Ruhe finden. Dann heißt es: Rückzug. Zieh dich mit deinem Baby zurück an einen ruhigen Ort. Wahrscheinlich wird es sich dort ausweinen und irgendwann von alleine einschlafen.

Unterstützung suchen

Es kann passieren, dass du aufgrund anhaltender Schreianfälle deines Kinds überfordert bist. Zeit, dass du dir Hilfe suchst:

Unterstützung suchen - beispielsweise vom Arzt

19. Bezugspersonen durchwechseln

Wenn die Mama das Baby nicht ruhig kriegt, ist der Papa dran. Oder eben umgekehrt. Und wenn keiner von beiden Hauptbezugspersonen es schafft, dürfen es auch Verwandte und Freunde probieren. Letztere können auf jeden Fall unterstützen – und wenn es nur dahingehend ist, dass sie dein Kind „mal kurz halten“ damit du verschnaufen und Kräfte für einen weiteren Versuch sammeln kannst.

20. Arzt aufsuchen

Wenn sich dein Kind einfach nicht beruhigen mag, kannst du auch einen Arzt aufsuchen. Womöglich sind Schmerzen oder eine Krankheit die Ursache für seine Schreie. In manchen Fällen stellt der Experte eine Regulationsstörung fest. In folgenden Fällen solltest du auf jeden Fall einen Kinderarzt aufsuchen:

Kann dir der Arzt auch nicht weiterhelfen und dein Baby bleibt weiterhin unruhig, kann es passieren, dass du an deine Grenzen stößt. In diesem Erschöpfungszustand besteht die Möglichkeit, eine Schreiambulanz aufzusuchen.

Natürlich ist jedes Kind anders und entsprechend unterschiedlich effektiv wirken die Tipps bei jedem Baby. Das eine Baby lässt sich nur durch die Brust beruhigen, ein anderes kann sich am besten bei einem warmen Bad entspannen.

Ob ein Trick bei deinem Kind gut funktioniert, ist vor allem abhängig von der Ursache für seine Unruhe. Du musst also selbst testen, was bei deinem Kind besonders gut hilft. Dabei solltest du jedoch nicht zu viele Arten des Tröstens hintereinander ausprobieren. Denn dein Baby muss sonst zu viele unterschiedliche Reize verarbeiten und könnte dadurch noch unruhiger werden. Das Motto „Weniger ist mehr“ gilt daher auch beim Trösten.

Baby beruhigen durch einen wundersamen Griff?

Im Internet kursieren Anleitungen und Videos mit angeblich super effektiven Griffen, die ein schreiendes Baby beschwichtigen können. Bekannt wurde vor allem die Technik „The Hold“ von Kinderarzt Robert Hamilton.

Über 35 Millionen Klicks generierte sein Video auf YouTube, in dem er seinen Griff vorstellt. Folgt man diesem Video, lässt sich ein Baby in vier Schritten beruhigen:

  1. Man hebt das Kind hoch, dreht es in Bauchlage und legt ihm seine Arme über seine Brust.
  2. Mit der linken Hand fixiert man seine Arme.
  3. Mit der rechten Hand hält man das Baby unter dem Po.
  4. Nun bringt man es in einen 45 Grad-Winkel und wiegt es sanft auf und ab.

Und hier kannst du das Video selbst sehen:

Ob dieser „magische“ Griff auch bei deinem Baby Wirkung zeigt, musst du selbst ausprobieren.

Wichtig scheint vor allem zu sein, dass du eine gewisse Selbstsicherheit ausstrahlst, wenn du dein Kind auf diese Weise greifst. Im Video sieht es nämlich ganz danach aus, als ob die Babys sich in den Armen des Arztes einfach sicher fühlen. Für Dr. Hamilton als erfahrenen Kinderarzt ist ein sicherer Griff mit ruhigen Händen sicher kein Problem. Gestressten, unsicheren Eltern kann dagegen eher ein „Fehlgriff“ unterlaufen.

Präventive Maßnahmen ergreifen – damit dein Kind gar nicht erst schreit

Bei Blähungen, Bauchschmerzen, Hunger, Müdigkeit etc. ist es total normal, dass dein Baby schreit und getröstet werden möchte. Um solche Situationen kommst du nicht drum herum.

Dennoch gibt es ein paar Dinge, die du tun kannst, damit so mancher hysterische Schreianfall vielleicht ausbleibt. Hier zwei Vorschläge:

  1. Du solltest einen festen Tagesrhythmus etablieren. Das sorgt dafür, dass sich dein Baby zurechtfindet und ausgeglichener wird. Es bekommt so auch leichter seinen Wach-Schlaf-Rhythmus. Das Einführen von Ritualen im Alltag ist ebenfalls sinnvoll, bspw. jeden Abend vor dem Schlafen gehen ein Gute-Nacht-Lied vorsingen.
  2. Besuche einen Kurs zum Thema Kindergesundheit während der Schwangerschaft. Dort kannst du dich auch mit anderen Müttern und Hebammen austauschen, die Erfahrung mit Schreibabys haben. Je früher du dich damit beschäftigst, desto sicherer wirst du damit umgehen können, wenn dein Baby einmal unruhig wird.

Ratgeber für ruhige Nächte

Du möchtest mehr darüber erfahren, wie du ruhige Nächte und sanften Schlaf für dich und dein Kind bekommst?

Dann empfehlen wir dir einen Blick in den umfangreichen Ratgeber „Endlich Schlaf für Ihr Baby“.

Die darin enthaltenen, praxiserprobten Tipps und Ratschläge sind geeignet für alle Kinder zwischen 0 bis 36 Monaten.

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